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Der DFJW-Bericht

So, jetzt hört [=liest] man mal endlich wieder was neues von mir....nämlich den Bericht, den ich für das Deutsch-Französische Jugendwerk geschrieben habe. Wirklich ehrlich die ungekürzte Originalversion!

Mon séjour en France – Mein Aufenthalt in Frankreich (12.8.–15.10.2006)

Die Anfänge

Sofort, als unser Französischlehrer uns über dieses Austauschprogramm informierte, dachte ich: „Ich mache da mit!!!“ Ich habe keinen Moment gezögert, mich anzumelden. Und dann, im Mai, kam meine Austauschschülerin Anaïs zu uns. Wir haben uns sehr gut verstanden und fanden einander sofort sympathisch, wenn es anfangs auch schwierig war, sich auf Deutsch zu unterhalten, da Anaïs unsere Sprache kaum beherrschte. Ich habe sie wirklich vermisst, nachdem sie zurück nach Frankreich geflogen ist.

Und so habe ich mich sehr auf den 12. August gefreut, an dem ich endlich nach Frankreich geflogen bin. Ich war die ganze Zeit am Hamburger Flughafen glücklich und voller Vor­freude, bis es dann wirklich daran ging, sich zu verabschieden ... und dann habe ich doch geheult ... und erst, als ich im Flugzeug saß, ging es mir besser, denn dann siegte die Vor­freude auf Frankreich über die Trauer, meine Familie drei Monate lang nicht mehr zu sehen Als ich dann endlich in Nantes angekommen war, dauerte es natürlich ewig, bis ich meinen Koffer bekommen habe, doch dann konnte ich endlich zu meiner Gastfamilie. Anaïs habe ich gleich wiedererkannt, und ihre Eltern sahen genau so aus wie auf den Fotos, die ich von Anaïs bekommen hatte, und ich fand sie sofort sympathisch. Am ersten Abend in Champtoceaux, einem idyllischen kleinen Dörfchen an der Loire, haben meine neuen Familienmitglieder mich zum Glück noch nicht gezwungen, die ganze Zeit zu reden oder etwas zu unternehmen, so hat man Zeit, sich zunächst an den Gedanken zu gewöhnen, in Frankreich zu sein.

Da wir noch drei Wochen Ferien hatten, sind wir am zweiten vollständigen Tag, an dem ich dort war, auf die Ile aux Moines gefahren, eine Insel im Golf von Morbihan. Dort haben wir im Haus von Anaïs’ Großeltern gewohnt. Wir waren segeln, besichtigten Vannes und ver­brachten einen Tag auf der Halbinsel Quiberon. Ansonsten haben wir in den Ferien noch eini­ges in der Umgebung besichtigt, und an einem Ferientag mussten wir zur Schule, die uns deutschen Schülerinnen gezeigt werden sollte. Insgesamt waren wir sechs Deutsche, alle Mädchen. An dem Tag konnten wir auch entscheiden, in welche Klasse wir wollten. Eigentlich war geplant, dass wir in die „seconde“ (entspricht der 10. Klasse) kommen, doch da dort alle Klassen schon überfüllt waren, durften wir uns eine „première“ aussuchen. Zur Auswahl hatten wir die Zweige ES (= économie et social) und L (= littérature), da S (= sciences) ebenfalls überfüllt war, und ich habe mich für L entschieden. Da Anaïs in der première S ist, waren wir also nicht in einer Klasse, aber das fand ich nicht schlimm, da meine Freundin, die ebenfalls am Austausch teilgenommen hat, auch in der L war. Wir vier Deutschen in der L haben uns auch alle gut verstanden.

Schule

Am ersten Schultag ging es dann so richtig los! Für uns, da wir ja première waren, zum Glück erst um 14 Uhr. Wir hatten auch nur zwei Stunden, in der ersten davon haben wir unsere Stundenpläne bekommen, in der zweiten die Bücher. Den Stundenplan zu verstehen war gar nicht so einfach, da unser Klassenlehrer ihn diktierte und es verschiedene Kurse zu gleichen Zeiten gab, wodurch wir recht verwirrt waren und nicht genau wussten, wann wir Unterricht haben und wann nicht. Vor allem hatten wir das Gefühl, viel zu viele Freistunden zu haben, doch als wir nach der Stunde unseren Lehrer gefragt haben, meinte er, das sei normal und alles richtig so. Also hatten wir 27/26 Stunden pro Woche und 12/13 Freistunden, die wir meist damit verbracht haben, uns zu unterhalten. Die unterschiedlichen Zahlen erklären sich durch das Zwei-Wochen-System in Frankreich, nach dem man entweder in Woche eins oder in Woche zwei ist. Nach einigen Tagen fingen wir an, uns mit den Franzosen aus unserer Klasse anzufreunden, die uns dann auch dabei geholfen haben, zu verstehen, was die Lehrer im Unterricht erzählt haben. In den meisten Fächern bin ich aber ganz gut mitgekommen, außer Geschichte, da der Lehrer (unser Klassenlehrer) äußerst schnell gesprochen und fast nie etwas an die Tafel geschrieben, sondern nur diktiert hat. Im Französischunterricht hat die Lehrerin fast die ganze Stunde damit verbracht, an die Tafel zu schreiben, also genau das andere Extrem, aber wenigstens konnte ich so dem Unterricht folgen. Die restlichen Unter­richtsfächer waren sprachlich gut zu verstehen. Das einzige Fach, von dem ich allerdings enttäuscht war, war Deutsch.

Deutschunterricht

Als wir erfahren haben, dass wir Deutsch als zweite Fremdsprache, also nur zwei Stunden die Woche haben, waren wir zunächst nicht sehr begeistert, da wir dachten, der Deutschunterricht sei das einzige Fach, in dem wir alles verstehen und in dem wir richtig mitarbeiten können. Doch im Nachhinein war es eher gut, dass wir nur zweimal Deutsch hatten. Das erste Thema, das die Lehrerin behandelt hat, waren Fragen und wie man sich vorstellt, und im Vergleich zuunserem Niveau in Französisch (auch unsere zweite Fremdsprache) kam uns das viel zu einfach vor. Durch das Sprechtempo der Lehrerin wurde unsere Abneigung nur noch gesteigert, da sie immer sehr langsam sprach, auch, wenn sie nach der Stunde nur mit uns Deutschen geredet hat. Zudem hat sie häufig auch Fehler gemacht, wenn sie an die Tafel geschrieben hat, und wenn wir sie dann korrigiert haben, wurde sie leicht ungehalten. Nach dem Thema „Fragen“ kam dann ein Thema aus dem Buch, zu dem als Einstieg eine Grafik über Arbeitslosenquoten beschrieben werden sollte; also ein Thema, das ganz andere Sprachkenntnisse verlangt. Das war insofern seltsam, da die Lehrerin mit den Fragen die Schüler zu unterfordern schien, das Thema Arbeitslosenquoten aber zu schwer war, trotzdem hat sie zu den Fragen viel mehr Vokabeln erläutert und Formulierungshilfen gegeben.

Abgesehen davon hat mir Schule in Frankreich aber sehr gut gefallen; die Leute, die Lehrer, das Unterrichtsprinzip (Frontalunterricht, meiner Meinung nach ist der effektiver als die mir aus Deutschland bekannten Unterrichtsformen wie Gruppenarbeit oder Arbeitsaufträge, die vor allem dazu dienen, dem Lehrer eine Pause zu verschaffen) und sogar die Länge der Schultage. Wenn die Schultage länger sind, man also erst abends zuhause ist, tut man viel mehr sinnvolle Dinge, als wenn man schon mittags nachhause käme. Außerdem finde ich es gut, dass in Frankreich nicht jede Klasse einen eigenen Klassenraum hat, sondern dass der Lehrer einen festen Raum hat. So sitzt man, vor allem in den großen Pausen, nicht nur taten­los im Klassenraum, sondern bewegt sich viel, wenn man jeden Tag ein paar Mal Treppen steigen muss. Ich fand die Atmosphäre in meiner französischen Schule auch viel angenehmer als in Deutschland, die Schüler sind viel entspannter und weniger aggressiv. Anders als in Deutschland schreien Schüler in den Pausen auch nicht über die Flure, es ist viel ruhiger. Auch das Prinzip des Mittagessens gefällt mir, das man entweder um 11:30, um 12:05 oder um 13:00 einnimmt, je nachdem, wann man Unterricht hat. Ich finde das sehr gut, weil man dann zu einer Zeit, in der man Hunger hat, auch etwas essen kann, und nicht wie in Deutsch­land erst zwei Stunden darauf warten muss, weil man vorher nicht zuhause ist. Außerdem ist gemeinsames Mittagessen mit Freunden kommunikativ, und man hat zwischen dem ganzen Unterricht auch mal eine Stunde Pause. Zusätzlich dazu bekommt man durch dasKantinen­essen ja mittags auch eine relativ ausgewogene Mahlzeit (viel frisches Obst und Gemüse, viele gesunde Milchprodukte), wohingegen man zuhause möglicherweise nur Fastfood gegessen hätte.

Die letzten Tage

Der schlimmste Schultag war sicherlich der letzte. Die meiste Zeit war ich gut gelaunt, da ich mich sehr darauf gefreut habe, meine Familie und Freunde bald wiedersehen zu können; doch als ich nach der Schule in den Bus gestiegen bin, um nach Hause zu fahren, musste ich anfangen zu weinen, da mir in dem Moment klar wurde, dass ich die Schule als Schülerin nie wiedersehen würde ... und da mir die Schule wirklich sehr gefallen hat, sie gefällt mir sogar besser als meine Schule in Deutschland, war ich natürlich schon traurig. Die ganze Busfahrt über nach Hause habe ich geweint und fühlte mich leer. Ein ähnlicher Moment war der, in dem ich mit dem Kofferpacken fertig war und endgültig nicht mehr in Frankreich wohnte, sondern nur noch eine Nacht dort übernachtet habe. Es macht einen einfach traurig, wenn man drei Monate in einem fremden Land lebt, sich dort schnell wohl fühlt, die Menschen dort nett findet und einfach glücklich ist, und dann von einem Tag auf den anderen weg muss. Als wir an meinem letzten Tag losfahren wollten zum Flughafen, wollte ich eigentlich gar nicht aus dem Haus, wollte nicht weg aus dem Paradies (das ist nicht nur im übertragenen Sinne gemeint, das war auch der Name der Straße, in der ich gewohnt habe, le paradis), und am liebsten wäre ich noch länger dort geblieben. Während der Autofahrt und auch am Flughafen musste ich mehrmals fast weinen, doch ich habe es immer geschafft, die Tränen zurück­zuhalten – bis auf den Moment, in dem ich mich endgültig von der Familie Ecault ver­abschieden musste ... Anaïs’ Eltern haben mich mit jeweils zwei Küsschen verabschiedet, da hatte ich mich noch fast unter Kontrolle, doch als Anaïs mich dann umarmt hat, flossen die Tränen. Und unter Tränen habe ich meiner Familie noch etwas versprochen; nicht etwa, dass ich versuchen werde, sie irgendwann mal zu besuchen, auch nicht, dass ich gerne einmal wiederkommen möchte, sondern dass ich wiederkommenwerde . Dasselbe hat Anaïs mir auch versprochen. Also werden wir uns auf jeden Fall einmal wiedersehen, und ich freue mich sehr darauf.

Die Sprache

Ich hatte eigentlich keine oder nur selten Verständnisprobleme, was die Sprache angeht. Die Mitglieder meiner Gastfamilie haben, wenn sie mit mir geredet haben, am Anfang auch extra langsam gesprochen, damit ich sie auch verstehe, und nach ein paar Wochen konnte ich auch normales Sprechtempo ohne Probleme verstehen. Viel gelernt habe ich auch, wenn ich neben Anaïs gesessen und ihr beim Chatten zugesehen habe, wodurch ich vor allem viel Jugend- und Umgangssprache gelernt habe, aber mir haben sich auch Satzstrukturen und Begriffe ein­geprägt, so dass ich jetzt viel besser Sätze formulieren kann als vorher. Außerdem spreche ich schneller und kann schnell Gesprochenes verstehen. Zudem habe ich offenbar den leichten Akzent der Region übernommen, ich klinge angeblich so wie Anaïs, wenn sie französisch spricht.

Retrospektive

Ich bin sehr froh, dass ich mich dazu entschieden habe, an diesem Austausch teilzunehmen. Dadurch habe ich nicht nur meine Sprachkenntnisse deutlich verbessert, sondern bin auch ein wenig erwachsener und ruhiger geworden. Mir haben der Austausch und mein Aufenthalt in Frankreich sehr gut gefallen, da dies eine unschätzbar wertvolle Erfahrung war. Ich bin der Meinung, jeder sollte einmal diese Erfahrungen machen, die ein Austausch mit sich bringt, oder zumindest die Gelegenheit haben, einige Zeit im Ausland zu verbringen, denn es ist sehr interessant, eine andere Kultur kennen zu lernen und in ihr zu leben.

Auf jeden Fall hat mir mein Frankreichaufenthalt sehr viel Spaß gemacht, und ich würde jedem sofort empfehlen, ebenfalls am Brigitte-Sauzay-Programm teilzunehmen. Die Dauer ist lang genug, um das Sprachniveau entscheidend zu erhöhen, und kurz genug, um zuhausenicht allzu viel vom Schulstoff zu verpassen. Und schließlich: das Heimweh lässt sich in einem drei­monatigen Austausch doch einigermaßen aushalten


PS: Die Bilder kommen bestimmt bald...das Problem ist nur, anscheinend ist die Hälfte meiner Bilder ohne weiteres nicht lesbar! Also warte ich erstmal ab, was mein Expertenteam dazu sagt...im Moment bunkert der selbsternannte Exsperte ja noch die Karten, da haben die anderen Beiden natürlich keine Chance. Naja. Mal schauen, was draus wird.

4.11.06 15:02


Ein ganz besonderer Tag

Sonntag, 15.10.

Ich gehe mal davon aus, dass keiner weiß, wieso heute ein besonderer Tag ist, also kläre ich euch über die verschiedenen Gründe auf:

  1. Ich langweile mich nicht
  2. Ich gewinne bei Sequence
  3. Es gibt Fast Food [-> Pommes] zum Mittagessen
  4. Ich führe mein erstes Inter-France-Telefongespräch
Jahaaaa, hätte keiner gedacht, oder? [Falls jemand meint, es fehle etwas: So ziemlich alles andere, was heute passiert, war geplant.] Die Pommes haben wir übrigens zuhause gegessen, die kamen aus der Fritteuse. Wusste gar nicht, dass so etwas im Haushalt Ecault existiert. Als Abschiedsgeschenk bekomme ich Fotos und ein Leporello. Außerdem schenkt mir Bénédicte 20 € [für ein Sandwich in Paris], 4 Mandarinen, Kekse, Chips, eine Tafel Schokolade und Karamellbonbons für den Flug. Auf der Fahrt nach Nantes fange ich einmal fast an zu weinen, und das auch noch aus einem idiotischen Grund: An einer Stelle am Nordufer der Loire ist eine Koppel, die in der Loire endet. Als wir am ersten tag da langgefahren sind, habe ich die schon gesehen, dort standen schwarzweiße Kühe. Auch, als wir nach St Nazaire die selbe Strecke gefahren sind, waren die Kühe da. heute aber nicht...wieso auch immer mich das traurig macht. In Nantes am Flughafen geht dann alles ganz schnell: ich checke ein [mein Koffer wiegt 23 Kilo , muss aber nichts dazubezahlen], wir gehen in einen Buchladen [Bénédicte schenkt mir Le Grand Meaulnes, und während ich neben Anais stehe, die ein Buch für Evelynes Geburtstag sucht, merke ich, wie verdammt schwer mein Rucksack ist], und dann ist es 14 Uhr, Zeit, an Bord zu gehen. Ich will nicht...will doch hier bleiben...was ich den dreien auch sage. Und als ich mich offiziell verabschiede und bedanke [im Moment, in dem ich dies in Paris - Charles de Gaulle handschriftlich vorschreibe und an den Moment zurückdenke, steigen mir Tränen in die Augen] sage ich nicht, dass ich zurückkommen möchte oder gerne mal zurückkommen würde, nein, ich sage, dass ich zurückkommen werde... und dann muss ich es tun, muss mich verabschieden...bei den Eltern mit Küsschen, bei Anais zwar auch, aber vorher umarmen wir uns...und das ist der Moment, in dem ich anfange zu weinen......Anais ist auch kurz davor...ist ja auch verständlich, schließlich haben wir 4 Monate zusammengelebt, und dann ist das plötzlich vorbei...aber noch während sie mich umarmt, sagt sie, dass auch sie wiederkommen wird...und danach gehe ich, ohne mich umzudrehen, durch die Sschranke und gehe ins Flugzeug...und dann gehts los! [mein Gott, handschriftlich habe ich schon 2 Seiten geschrieben, dabei steige ich grad erst ins erste Flugzeug^^] Es werden die reihen 1 bis 22 aufgerufen, ins Flugzeug zu gehen; ich sitze alleine in Reihe 21, und hinter mit ist nur noch eine Reihe. Als ich das Tagebuchschreiben kurz unterbreche, um ein Foto von den Schäfchenwolken über Nantes zu machen, fällt mir erstmal mein Sheepworld-Kugelschreiber runter. Und ich finde ihn nicht! Was für mich erneut ein Grund ist, in Tränen auszubrechen. Egal. Heute entscheide ich mich dazu, den Imbisservice an Bord zu nutzen und einen Kaffe zu trinken. Schwarz, wie sonst, so kann ich überall den Air-France-Zucker rumzeigen *g* als wir gelandet sind [wir stehen neben einer riesigen Boeing 747], frage ich dann auch den Mann hinter mir, ob er meinen Stift gesehen hat. Hat er zwar nicht, dafür sehe ich ihn! Und der mann hebt ihn auf und gibt mir meinen Kuli wieder, ein Geburtstagsgeschenk von meinen Eltern, woraufhin ich ihm ein strahlendes Lächeln schenke. Heute finde ich sogar gleich mein Terminal, nur beim gate habe ich zunächst Schwierigkeiten - ich muss zum Gate 64, an den ganzen Hinweisschildern 53-72 laufe ich vorbei, da ich nach 46 suche - , dann ahbe ichs aber. Ich habe noch 2 Stunden, bis ich zum Flugzeug muss, also mache ich mich auf die Suche nach einer rosa Rose. Ich finde sogr etwas ähnliches. Ist zwar keine Rose und orange-rosa, aber immerhin. Was anderes gibts nicht. Außerdem kaufe ich noch ein paar Mitbringsel. Dann setze ich mich auf eine der sitzbänke und warte, da ich erst in 1 1/2 Stunden beim Flugzeug sein muss. Eine halbe Stunde davon verbringe ich damit, Tagebuch zu schreiben, jetzt ja auch wieder mit meinem Sheepworld-Kugelschreiber. Als ich dann nichts mehr schreiben kann und nur noch eine stunde warten muss, beschließe ich, mich doch schonmal vors Gate zu setzen. Also tue ich das auch und löse die restliche halbe Stunde Sudokus. Dann können wir zum Flugzeug gehen, besser gesagt: zum Bus, der uns zum Flugzeug bringt. Gerade dann, als ich dran bin, stellt die Dame, die die Karten überprüft, fest, dass der Bus voll ist und sie einen neuen herbeiordern muss. Als bin ich 5 Minuten später die erste, die sich in den Bus setzt. Zum Bus geht es übrigens die gleiche Gangway lang wie zu einem Flugzeug, nur mit dem Unterschied, dass man am Ende nur die Möglichkeit hat, das Treppenhaus runter zu gehen. Als der Bus dann anhält, stehen wir vor einem weiteren Treppenhaus, das wir diesmal hochgehen müssen. Dort ist dann aber das Flugzeug. Wieso wir von einem Gate zum anderen gekarrt wurden: Der planmäßige Abflug soll vom Terinal D stattfinden, das Flugzeug befindet sich aber bei Terminal B. so wird verhindert, dass die Hälfte der Leute den Flug verpasst, da sie nicht wissen, dass das Terminal geändert wurde. Ich habe, wie gewünscht, einen fensterplatz, und wie bei den anderen drei Flügen befindet der sich auf der linken Seite. Ich hoffe ja eigentlich darauf, Luftfots von irgendwas bekanntem von Paris machen zu können, aber am Eiffelturm oder so kommen wir nicht vorbei. Schade eigentlich. Stattdessen mache ich Fotos vom Sonnenuntergang über den Wolken. Schöööön! Dann ist es auch bald dunkel, und man sieht nichts mehr außer vereinzelten Lichtflecken unter den Wolken. Und nach einenhalb Stunden Flug [ich trinke übrigens wieder schwarzen Kaffee] kommt die Durchsage, dass wir bald Hamburg erreichen. Jaaaaaaaaaa!!! Endlich wieder zuhause!!! Wir kommen dann aber nichtmal direkt an einem Gate an, sondern bleiben auf dem Rollfeld und werden von einem Bus zur Gepäckausgabe gebracht. es dauert ein bisschen, bis das Gepäckband anfängt zu rollen, und so langsam werde ich immer aufgeregter, weil meine Familie ganz in meiner Nähe ist - etwa 20 Meter von mir entfernt hinter der undurchsichtigen Glasscheibe - , doch dann kommt endlich mein Koffer! Auf dem ein Aufkleber mit der Aufschrift "schwer - 23 Kilogramm" ist. Egal, hauptsache, ich kann jetzt endlich raus zu den anderen!!! Und endlich gehe ich durch die Glastür, schaue mich suchend um, wo meine Familie ist, und dann läuft Mama auf mich zu, und wir umarmen uns...das gleiche mit Berit und Papa...und dann Daniel!!!!! Als wir uns küssen, meint meine Mutter, dass sie sich jetzt irgendwo hinsetzen, damit er und ich uns in Ruhe begrüßen können. Echt süß. Nur brauchen wir dafür ja keine 20 Minuten, wir sind ja schom fertig, und dann gehen wir zum Auto und fahren nach Hause!!! At last... Zum Abendessen gibt es Tiefkühlpizza, so wie ich mir das gewünscht habe, denn ich finde, das ist eine art Tradition - als Anais angekommen ist, haben wir nämlich auch Tiefkühlpizza gegessen. Zum Nachtisch gibt es Flugplatzkuchen mit tonnenweise Marzipan drauf.
18.10.06 14:16


Samstag, 14.10.

Der Tag fängt an mit...: Packen. Erstmal räume ich die Sachen aus meinen Bettschubladen und sortiere sie nach Handgepäck, eventuell Handgepäck und Koffer. Dann kommen die Handgepäcksachen ins Handgepäck und der Rest in den Koffer. Wie sonst. 1 1/2 Stunden nachdem ich mit dem Packen angefangen habe sind die Schubladen leer, alle Taschen mehr als voll und ich nicht mehr wohnhaft in 20 Le Paradis, Champtoceaux. Also gehe ich ein letztes Mal an den PC, um ganz Deutschland mitzuteilen, dass ich bereit bin, wiederzukommen. Außerdem entdecke ich eine Webcam von St Petersburg. Interessant, was man alles so entdeckt, wenn man bei Google eine Russlandkarte sucht. Nachmittags ist Cindy da, und während sie Anais "Wollzöpfe" macht, spiele ich gegen Anais Rummikub. Später kommt auch noch Marie vorbei, von ihr und ihrer Familie bekomme ich ein Foto von mon bébé Yukiiiiii und eine Dose Schokolade und Toffees. Gegen 20 Uhr gehen wir [Anais, Bénédicte, Marie und ich] ins Kino und sehen Le Grand Meaulnes, den Film, den unsere Klasse am Dienstag sieht. Alexis und Amélie sind auch da, genau wie Anna [Deutschland, ich soll dich von ihr grüßen!] und Mme Leblanc [zum Glück sieht sie mich nicht!]. Ich verstehe ziemlich viel vom Film, in dem unter anderem Jean-Baptiste Maunier [Pierre Morhange aus Die Kinder des Monsieur Mathieu] und Clémence Poesy [Fleur Delacour aus Harry Potter 4] mitspielen. Eigentlich ist der Film ganz gut, nur sterben meiner Meinung nach zu viele Hauptpersonen. Nach dem Film, als Abschiedsessen, gibt es Crêpes. Und so langsam werde ich traurig...will doch gar nicht weg......

18.10.06 13:14


Der letzte Schultag.....

Freitag, 13.10.

Heute ist mein letzter Schultag....und er beginnt, wie jeder Freitag, mit Französisch. Das erste Mal schreibe ich nicht mit, was Mme Dugas an die Tafel schreibt. Ist doch auch verständlich, oder? Englisch ist nicht so toll heute [was für eine Überraschung], wir sehen einen echt dämlichen Film über Australien. Danach haben Jasmin und Sabrina Spanisch, und Lara und ich gehen ins CDI. Wir sind grade lustig am schreiben, Chat und/oder E-Mails, und plötzlich sind die Bildschirme schwarz. Ohne Vorwarnung. Außerdem piept der Hauptcomputer. Der, der abgestürzt ist, woraufhin die anderen alle auch abstürzen. Also setzen wir uns in die Eingangshalle und reden und reden und reden, bis es endlich klingelt. Dann gehen wir zu viert in Richtung Intermarché, neben dem Supermarkt ist nämlich eine Pizzeria, und zur Feier des Tages will ich die drei zum Essen einladen, also zum Abschied. Da die Pizzeria aber geschlossen hat, gehen wir zum Intermarché und decken ns mit allem möglichen ein. Außerdem suchen wir eine Alternative zur Pizza und entscheiden uns für Marmorkuchen aus der Packung. Also wir auf dem Rückweg wieder an der Pizzeria vorbeikommen, hat die geöffnet. Also sehen wir uns die Speisekarte an, die draußen vor der Tür auf einem Schild steht. Eine Pizza Margherita: 6 €. Und das ist noch die billigste. Es gibt sogar welche, deren Preis zweistellig ist. Irgendwie ist uns das ein bisschen zu hefitg, also gehen wir zurück zur Schule, essen in der Kantine [das Essen, was es gestern gab, wäre für einen letzten Tag viel schöner gewesen - Pommes, Salat mit Tunfisch! Aber nein, es gibt natürlich ekliges Gemüse und ekliges Irgendwaszeugs...] und setzen uns danach auf den "Brunnen" und teilen da den Kuchen. Wenigstens der schmeckt lecker. Dann gehen Jasmin und ich zum Accueil [der auch gerne Accouëil ausgesprochen wird^^], da Jasmin da die Frau treffen soll, die sie zur Grundschule begleitet, in der Jasmin heute Nachmittag den Kindern Deutsch beibringen soll. Allerdings ist diese Frau nciht da, ihr Sohn liegt im Krankenhaus, also wird der Grundschulschultag für Jasmin verschoben. Ich habe da auch nicht wirklich etwas dagegen, ansonsten hätte ich Jasmin ja nicht mehr so viel gesehen! Also kaufen wir uns Kakao, setzen uns in die Eingangshalle und reden. Irgendwann kommen Lara und Sabrina dazu, und dann haben Jasmin und Sabrina Spanisch, und ich rede wieder mit Lara. Zwischendurch organisieren wir ihr noch ein neues Certificat scolaire, dass sie versehentlich in den Müll geschmissen hat, da ihr Gastvater meinte, das sei nicht wichitg. Übrigens habe ich vormittags meine Schulbescheinigung mit den Zeiten, wann ich da war, bekommen. Mein Zeugnis ist noch nicht fertig, das bekomme ich dann per Post. In Bio fange ich nicht an zu weinen, wie ich Jasmin morgens prophezeit habe, dafür aber, als ich sie zum Abschied umarme....als ich in den Bus steige, geht es zwar noch, aber nicht mehr, sobald ich mich hinsetze...und ich hab nur noch ein Taschentuch!!! Das muss dann die ganze Busfahrt halten, da ich immer wieder von Neuem Anfange, zu heueln....besonders mies war das, als in einem Lied die Textstelle "I'll let you go but you must consider that forever you'll be alone yes I will mourn for this time" kam, ih schnell das nächste Lied angemacht habe, um nicht wieder loszuheueln, das nächste Lied aber "Gekommen um zu bleiben" war....und dann habe ich noch den Abschiedsbrief von Thomas [@ Daniel: JA, der ist Franzose, keine Angst ^^] bekommen und musste schon wieder weinen....das ging aber einigermaßen, als wir dann zuhause waren. Um nicht Fragen gestell zu bekommen, wieso ich geweint habe, verkrieche ich mich erstmal in meinem zimmer und versuche, die rotverquollenen Augen loszuwerden. Ich schaffe es sogar, vor oder während dem Essen nicht zu heueln, aber als ich Anaïs frage, ob ich bei icq on gehen kann und sie meint, dass sich das ja für 15 Minuten nicht mehr lohnt, kullern die Tränen wieder. Also beschließt sie, mich doch nochmal an den PC zu lassen; allerdings fange ich beim Chatten so richtig an zu heueln und flüchte in mein Zimmer, wo ich 10 Minuetn lang auf meinem Bett sitze und schniefe. Dann sehen Anaïs und ich Harry Potter 2, auf Französisch natürlich. Zuerst will ich ja nicht,aber sie meint, das bringt mich auf andere Gedanken. Tut es auch. Und trotzdem fange ich wieder an zu weinen, als ich wieder in mein Zimmer gehe.....

14.10.06 13:45


Donnerstag, 12.10.

Heute kriegen wir in Englisch die Arbeit wieder...19,5 Punkte!!!!!  Ich mag die Zahl ^^ nach der einen oder anderen freistunde [-> CDI] haben wir Deutsch; Bedeutet, wir müssen unser Referat halten...Lara und Sabrina finden sogar gleich eine Ausrede dafür, wieso sie das Referat heute nicht halten können: Wenn sie es erst nächste Woche halten, können sie ja noch Fotos raussuchen. Na toll. Also halten Jasmin und ich alleine. Ich schreibe das jetzt nicht detailliert auf, bei dem Gedanken daran bekomme ich nämlich einen leichten Brechreiz und habe plötzlich das Bedürfnis, auf irgendetwas einzuschlagen. Es war schrecklich!!! Andauernd meinte Madame, ich sollte doch langsamer reden und alles...roooooooo... Naja, immerhin haben wirs überlebt, wenn auch nur knapp. In TPE konnte ich Ploquin sogar davon überzeugen, dass ich heute bei Jasmins Gruppe mitmachen darf. Also ist das sogar mal lustig, TPE.

13.10.06 10:34


Sonntag, 8.10.

Heute ist Pärchentreffen zum Mittagessen angesagt. Zuerst langweile ich mich aber, den ganzen Vormittag lang mache ich eigentlich nichts sinnvolles. Und dann, um 14 Uhr, das gefürchtete Essen, das mit einem Aperitif beginnt. Um den Sofatisch herum sitzen auch schon die drei glücklichen Pärchen: Yves & Bénédicte, Alexis & Amélie, Lucile & Freund. Und Anaïs, mamie väterlicherseits und ich. Mamie scheint ganz begeistert zu sein, mit einer Deutschen reden zu können, und nutzt diese Gelegenheit aus, wodurch ich gezwungen bin, die ganze Zeit freundlich zurückzulächeln, obwohl ich viel lieber alleine auf meinem Bett liegen und heulen würde, aber egal. Nach 20 Minuten Aperitif gehen wir zum Tisch über. Durch die freie Sitzwahl ergibt sich, dass ich neben dem unendlich glücklichen Alexis-Amélie-Pärchen und gegenüber von der unendlich freundlich lächelnden Oma sitze [falls sich jetzt noch jemand fragt, was mamie bedeutet: denk scharf nach]. Das Essen ist eigentlich agnz lecker, vor allem der selbstgebackene Schokokuchen von Anaïs. Aus Frust überfresse ich mich also am Kuchen. Nachdem ich es [um 16 Uhr, also nach vollen 2 Stunden Essen] endlich schaffe, vom Tisch zu fliehen [natürlich nicht, ohne mich vorher noch von Amélie deprimieren zu lassen, die neben Alexis auf dem Sofa sitzt und glücklich lächelnd ihren Kopf auf seine Schulter legt], heule ich mich erstmal per SMS bei Jasmin aus, da Anaïs am PC ist. Danach darf ich zum Glück auch, also wird Halvor auch noch vollgetextet. Gut für Daniel, dass er erst on ist, als ich mich abgeregt habe, ansonsten hätte er eine volle Ladung Pessimismus abbekommen.

11.10.06 14:50


Samstag, 7.10.

Heute stehe ich mal ganz früh auf, nämlich um 11. Schließlich ist heute Wochenende. Und mein letztes stressfreies Wochenende. Das wird gefeiert, indem wir shoppen gehen [wofür ich mein Gespräch mit Dennis beenden muss, dabei sind wir grade dabei, uns halbwegs anzufreunden!], in einer Art Einkaufszentrum am Rande von Nantes, das ist im Prinzip auch so ähnlich wie der Sophienhof, nur auf nur einer Etage und verwinkelter. Als erstes gehen wir in einen Laden, in dem man keine Pullover unter 50 € bekommt. Außerdem sehen die Sachen da auch nicht soooo toll aus. Anaïs verliebt sich in einen Rock, der 80 € kostet, mit der dazugehörigen Bluse werden das 130 €. Gut, dass ihre Mutter sich weigert, ihr den zu kaufen. Dann teilen wir uns auf, und Anaïs und ich zotteln alleine los. Zuerst suchen wir H&M, Anaïs ist fest davon überzeugt, dass es hier einen gibt, ist aber nicht so. Also gehen wir auf Geldautomatenjagd. Da die erfolgreich ist, gehen wir daraufhinzu Claire's, einem Schmuckladen, in dem ich mir 2 Paar Ohrringe kaufe. Anschließend gehen wir in einen Sportladen, Anaïs braucht eine Sporthose. Da ihr die dort vorhandenen Hosen alle zu gro ß sind, lässt sie sich einen Rock [50 €] und einen Pullover [75 €] kaufen, Banana Moon. Will auch! Der Pullover ist nämlich total schön und ganz doll flauschig ... leider bin ich nicht Krösus, also verkneife ich mir das einfach mal, den zu kaufen. Weiter gehts zu Pimkie, einem Laden, den ich abgrundtief hasse. Eigentlich. Uneigentlich finde ich da eine total schöne Strickjacke, 17 €. Und ich probiere eine Hose in 42 an, die viel zu groß ist! Bedeutet, ich habe den Rest des Tages so richtig gute Laune. Abends gehen Anaïs, Audrey und ich zum Luna Park. Was genau das sein soll, wissen wir vorher alle drei nicht, doch es entpuppt sich als Jahrmarkt. Wir essen Chi-Chis [sauleckler und unbeschreibbar], gewinnen am Losstand einen Wecker, gewinnen jede ein Plüschtier am jeder-Spieler-bekommt-ein-Plüschtier-Stand [man zieht für 3 € an einer Leine, und das Tier, das dardanhängt, bekommt man], versuchen, für Sandrine einen Riesenspongebob aus einem Greifarmautomaten zu fischen, ich versuche verzweifelt und erfolglos, eine Kuh mit einem 'Je t'aime'-Herz zu greifen, und Audrey und Anaïs gehen ins Salsa Dance, den auf jedem Jahrmarkt unverzichtbaren...ähm wie heißen die Dinger?! Da ist eine Metallscheibe, da sind vier mal vier 'Autos' drauf, die Scheibe dreht sich, die Vierergruppen drehen sich und die einzelnen Autos drehen sich. Falls jemand den korrkten Begriff dafür weiß, sag Bescheid. Als Audreys Vater uns abholt, gehen wir noch in eine brasserie, also Kneipe. Da schleppt Audreys Vater uns aber rein, das war seine Idee. Keine Angst, wir 3 haben nur Cola/Cola/Eistee getrunken.

11.10.06 14:25


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